L A G - Bayern für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien

Gründungsgeschichte der Landesarbeitsgemeinschaft für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien

Diese geht in das Jahr 2004 zurück, in dem die Wahl eines neuen Vorstandes für den Bundesverband „PFAD“ satzungsgemäß durchgeführt werden musste.

Im Vorfeld dieser Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen gab es schon reichlich Stoff für Diskussionen, da vom Vorstand des BV, hier Frau Ines Kurek-Bender, es nicht vollzogen wurde, diese Neuwahlen satzungsgemäß vorzubereiten. Alle Versuche, auch mit externer Unterstützung schlugen fehl. Der LV Bayern als größter Einzahler in die Kasse des Bundesverbands versuchte auch Einfluss darauf zu nehmen und forderte ein satzungsgemäßes Handeln vom Vorstand des BV und blockte einige Zeit die Beitragszahlung. Aber auch die Maßnahme führte nicht zum Erfolg, der BV kümmert sich nicht um die Forderung Bayerns und so kam, was kommen musste und wie es auch vom externen Berater vorausgesehen wurde, die Neuwahl des Vorstandes fand statt. Die beiden bis dato säumigen Beitragszahler NRW und Sachsen haben dann ihre „Schulden“ zum spätesten Zeitpunkt in der Sitzung ( NRW ) bezahlt und waren dadurch nach der Meinung des Wahlleiters wahlberechtigt. In dieser Wahl wurde der Vorstand neu gewählt und die bisherige Vorsitzende, Frau Ines Kurek-Bender abgewählt.

Kurze Zeit später hat dann Frau Kurek-Bender als Vorsitzende von LV Hessen diese Wahl mit der Begründung der „Nichtsatzungsgemäßen Wahl“, wofür sie selbst allerdings verantwortlich zeichnete, angefochten. Beim Gerichtstermin wurde die Wahl als nicht satzungsgemäß auch so bestätigt und es erfolgte ein Vergleich, um eine Abkürzung und die Reduzierung der Kosten zu erreichen. Es sollte schnellstmögliche Neuwahlen geben.

Leider haben sich dann die Querelen im BV mit dem Vorstand alt – neu – alt massiv verstärkt, eine Neuwahl wurde auch nicht in Aussicht gestellt, so dass sich dann 9 Landesverbände zum Austritt aus dem Bundesverband veranlasst sahen. In Bayern ist der Ortsverein Bayreuth zum 31. 12. 2004 aus dem Landesverband Bayern ausgetreten, da von Bayreuth nicht ein Drittel des Mitgliedsbeitrags für diesen Bundesverband geleistet werden sollte. Eine andere Möglichkeit war trotz aller Versuche nicht mehr vorhanden. Für weitere und detaillierte Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

Am 06. Januar 2005 wurde in Hannover die Bundesarbeitsgemeinschaft für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien e.V. gegründet, so dass jetzt dem Bundesverband „PFAD“ eine gleichstarke Bundesarbeitsgemeinschaft „KiAP“ gegenübersteht und die Interessen der Pflege- und Adoptivkinder bundesweit vertritt. KiAP sieht sich als reiner Interessenvertreter für diese Kinder und ihre Familien, wobei die Probleme der leiblichen Kinder in diesen Familien auch sehr wichtig sind, aber bisher noch nicht mit erfasst und bearbeitet wurden.

Auf dem Vorstandswochenende des LV Bayern im Jahre 2005 wurde dann einstimmig beschlossen, dass der LV Bayern sich den beiden Bundesorganisationen anschließen sollte. Die BAG signalisierte damit Einverständnis, der BV lehnte nach längerer Zeit dieses Vorhaben ab.

Damit war auch das Bemühen, dem OV Bayreuth wieder die Möglichkeit zur Rückkehr in den Landesverband Bayern geben zu können , welche immer im Vordergrund stand, zum Scheitern verurteilt und so hat sich dann nach langer Überlegenszeit im Oktober 2005 in Bayern die Landesarbeitsgemeinschaft Bayern für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien (lagKiAP Bayern) gegründet.

Dies war der Beginn unserer Aktivitäten zur Vertretung der Interessen unserer Mitglieder. Mittlerweile hat sich in der Landeshauptstadt München eine Gruppe der lagKiAP gegründet, welche z.Zt. die Formalitäten für die Gründung eines rechtsfähigen Vereins erarbeiten.

In Fragen von Versicherungen sind wir jetzt kurz davor, zu einem günstigen Preis eine Binnenhaftpflichtversicherung für unsere Mitglieder anzubieten, einschließlich der Bereitschaftspflegestellen. Darüber werde ich aber gesondert informieren und die Mitglieder anschreiben.

Rücktritt meiner Person als Beisitzer aus dem Vorstand des LV Bayern

Leider hat sich im Laufe der Zeit herausgestellt, dass der LV Bayern keinerlei Interesse an einer Lösung des Problems, welches sich immer deutlicher und auch detaillierter zeigte, hatte. Für mich entstand der Eindruck, dass hier nur auf Zeit gespielt wurde und meine Gutmütigkeit und die eingehaltene Loyalität dem LV Bayern gegenüber missbraucht wurden. Antworten auf meine gestellten Fragen waren nicht oder nur sehr spärlich zu bekommen, ebenso stießen meine Anträge z. B. auf die rechtzeitige Beteiligung der Gruppen und Vereine vor Ort auf taube Ohren. Dadurch ergaben sich deutliche Informationslücken bei den Ansprech-partnern vor Ort. Insgesamt war für mich zuletzt die Informationspolitik der Gruppen insgesamt indiskutabel und war auch ein Grund meines Rücktrittes. Ich setze hier meine letzten Mails an den LV ein, so kann sich jeder selbst ein Bild machen und seine persönlichen Schlüsse ziehen. Für mich war immer klar, dass ich meine Energie und Zeit in andere Aktivitäten zum Wohle des Pflegekinderwesens einsetzen werde. In einer Zeit, wo es für Pflegeeltern immer schwerer wird, ihre berechtigten Forderungen anzumelden, gegen Kürzungen etwas zu unternehmen usw., ist es von existentieller Wichtigkeit, eine Interessenvertretung hinter sich zu wissen, welche auch berechtigte Kritik üben kann und auf Missstände hinweisen, ohne Gefahr zu laufen, finanzielle Einbußen durch Kürzungen von Zuschüssen zu erleiden.

Zum Schluß noch meine Mails, welche an den LV geschrieben habe:

Liebe Dagmar,

für Dein Mail recht herzlichen Dank, die Wünsche für eine gute Vorstandssitzung habe ich an die BAG weitergegeben und von dort kam ein recht positives Echo.

Selbstverständlich werde ich Dich informieren, wenn Entscheidungen getroffen wurden oder noch werden, welche den LV Bayern betreffen oder tangieren.

Eine solche Entscheidung wurde bei der VS der BAG getroffen, denn die Vorstandsent-scheidung, den LV Bayern eventuell hälftig aufzunehmen, wurde einstimmig genehmigt und der Vorstand befugt, eventuell weitere Verhandlungen zu führen, allerdings unter der Beachtung, dass die innerbayerische Frage vorher gelöst wird oder auf dem Wege der Lösung ist.

Die weiteren TOP´s betrafen die weitere Arbeit der BAG und das Vorbereiten der nächsten Projekte.

Jetzt aber zu dem Treffen in Aichach, über welches das Protokoll geschickt wurde.

Hier, liebe Dagmar, muß ich mich spalten und aus verschiedenen Blickwinkeln antworten.

Ich beginne mit dem einfachsten, aus der Sicht von Peter Gräbe, ehem. Vorstandsmitglied des BV, einfacher Pflege- und Adoptivvater und Mitglied der BAG als Vorstandsmitglied.

Es macht mich einfach wechselweise nur traurig und auch wieder sehr wütend, denn genau diese Position, welche jetzt der BV vertritt und nach der er hier auftritt, führte letztendlich zur Sprachlosigkeit zwischen den Mitgliedern und dem BV und endete mit vielfachem Austritt von Landesverbänden. Die Erinnerung daran sollte noch vorhanden sein.

Es wird dadurch auch deutlich, dass der BV in keinster Weise darüber nachgedacht hat, es scheinbar auch nicht für notwendig erachtet, mit den verbleibenden Mitgliedsverbänden zu einer besseren Kommunikation zu kommen und diese mit Leben zu erfüllen. Veränderung werden zwar immer wieder angesprochen, aber mir ist eine Durchführung in der letzten Zeit nicht bekannt geworden. Wenn von der Vorsitzenden des BV dann die Meinung kommt, dass sie Zurückliegendes nicht klären könne und auch nicht möchte, so ist dies nicht nur ein großes Armutszeugnis für sie persönlich und zeigt ihre klare Verantwortungslosigkeit dem Bundesverband gegenüber, sondern auch eine eindeutige Stellungnahme, welche für die nächste Zukunft alle Möglichkeiten des Zurückfindens und der Annäherung verschließt. Sie hat bis heute auch nicht begriffen, dass auch sie für die Misere letztendlich mitverantwortlich ist, was im Richterspruch und auch in der Stellungnahme des BV-Vorstandes dazu eindeutig niedergelegt wurde.

Weiter ist es doch zumindestens sehr merkwürdig, wenn der Vorstand des LV Bayern, der als größter LV eigentlich ein Gewicht haben sollte und auch die zweite Vorsitzende des BV aus Bayern kommt, bis zum heutigen Tage noch keine Antwort auf die Fragen vom Juni hat, zumal an dieser Antwort doch für den LV Bayern einiges Weitere hängt, nicht zuletzt die Gründung einer LAG Bayern und einer Spaltung in Bayern oder deren Verhinderung.

Wie lange ich als BAG-Vorstandsmitglied hier noch einen Stillstand in der weiteren Entwicklung vertreten kann, weiß ich nicht.

Wenn Frau Chaventré den BV in die politische Richtung drehen will, was zumindestens eine Kehrtwendung in der bisherigen Verbandsarbeit darstellt, und die Arbeit auf eine politische legen möchte, sehe ich hier ein sehr großes Gefahrenpotential, da dadurch nur eine noch größere Abhängigkeit vorgegeben wird, als bisher. Allerdings ist hier dann doch gezielt und mit großer Deutlichkeit nachzufragen, wo die Arbeit für die Pflege- und Adoptivfamilien vor Ort bleibt? Wer soll denn diese übernehmen? Woher kommt die dazu gehörende Unterstützung? Wer hat dann den Mut, gegen eine Entscheidung der Politik vorzugehen, wenn davon die Finanzierung der Stellen des Fachreferates abhängen? Es ist eine alte Weißheit, dass in die Hand, welche einen füttert, nicht gebissen wird.

Weiteres will ich hier nicht ausführen.

Es ist doch sehr verwunderlich, dass von Seiten des LV Bayern immer wieder festgestellt werden muss, dass die Arbeit des BV doch zu wünschen übrig lässt und hier die BAG effektiver zu sein scheint. Dies liegt aber nicht nur an der Homepage, an der Fr. Kurek-Bender verstärkt arbeitet und von der Werbeeinnahmen erwartet werden. Wenn dies so einfach ist, warum macht der LV Bayern das nicht? Ganz einfach, weil damit kein Geld mehr zu verdienen ist und die eventuellen Einnahmen nicht den Aufwand dafür relativieren könnten, zumal, wenn ein Schwerpunkt die politische Arbeit sein soll. Wer soll denn dann dort werben?

Ganz gewagt halte ich die Aussage von Frau Chaventré, dass die Arbeit des BV indirekt stattfindet und nicht direkt und erst auf lange Sicht erkennbar werde.

Der Satz ist ja ganz schön, aber auch aussagekräftig, denn jeder weiß, der mit verklausulierten Feststellungen und Anmerkungen arbeiten muss: Eine Arbeit des BV findet zurzeit nicht statt.

Deutliches Beispiel ist wohl die Anfrage an den BV wegen der Vertretung im BV und BAG.

Geht es deutlicher?

Ganz der Unwahrheit entspricht allerdings die Aussage, dass offizielle Gespräche zwischen der BAG und des BV stattgefunden haben. Richtig ist, dass am Rande einer Veranstaltung in Holzminden beide Vorsitzende eine kurze Unterhaltung hatten.

Zum Schluss möchte ich es als doch befremdlich anmerken, dass der LV Bayern im nächsten Ländergremium eine Stellungnahme zu seiner Position abgeben soll und seine Vorstellung von der Weiterentwicklung des BV abgeben soll.

Ich denke, dass hier das Pferd von hinten aufgezäumt wird.

Für heute und aus der einfachen Sicht heraus geschrieben, soll es gut sein.

Liebe Grüße

Peter

Das nächste Mail

Liebe Dagmar,

als Nochmitglied des Vorstandes vom Landesverband Bayern in der Funktion eines Beisitzers habe ich mit dem Auszug aus dem Protokoll größte Probleme und sie werden nach mehrmaligem Durchlesen nicht weniger.

Die Aussagen, welche von Frau Chaventré und Frau Spanke kamen, sind nicht mehr zu kommentieren, sie stehen für sich alleine und sind sehr aussagekräftig. Soviel Arroganz und Ignoranz, verbunden mit einer großen Verantwortungslosigkeit den Mitgliedern gegenüber, ist nur schwer zu begreifen und für mich wäre die einzige Reaktion ein massiver Druck aus Bayern, notfalls im Verbund mit den anderen im BV verbliebenen Ländern. Es darf letztendlich nicht vergessen werden, dass die Bundesorganisationen der Pflegeeltern den Auftrag haben, diese Menschen mit den anvertrauten Kindern zu vertreten, sie zu unterstützen und für sie einzutreten. Das kommt mir persönlich beim BV einfach zu kurz.

Außerdem, wenn wirklich der Grund für die Spaltung des Bundesverbandes auf persönliche Zwistigkeiten zwischen Fr. Kurek-Bender und Fr. Hopp beruhen sollte, wie immer wieder gesagt wird, sollte sich im Bundesverband jetzt alles zum Besseren gewendet haben. Vielleicht bin ich der Einzige, aber ich merke nichts davon. Es ist genau so schlimm wie vorher, wenn nicht noch schlimmer und das darf und kann nicht sein. Hier müßte schnell gehandelt werden und dies nicht im Zeitrahmen von Jahren. Ehrenamtliche Verbandsarbeit und hier liegt die Betonung wirklich auf dem Ehrenamt, kann und muß anders aussehen. Ein sparsamer Umgang mit den Ressourcen jedes Einzelnen ist zwingend geboten, um das Ehrenamt erfolgsorientiert und zielgerichtet ausüben zu können. Das heißt aber, dass dementsprechende richtungweisende Vorgaben vom BV da sein müssen.

Für mich persönlich hing und hängt meine weitere und zukünftige Zugehörigkeit beim LV Bayern an der Antwort des Bundesverbandes.

Jetzt stellt sich die Situation für mich so dar, dass ich auf Grund der fehlenden Klärung zwischen dem OV Bayreuth und dem LV Bayern bezüglich der Wiederaufnahme des Ortsvereines, auf der nächsten Mitgliederversammlung des LV, wo auch Neuwahlen anstehen, nicht mehr wählbar bin und somit ausscheiden werde.

Damit kann auch meine Bereitschaft und das Angebot, für den Vorstand zu kandidieren, nicht mehr gegenwärtig sein und ist somit hinfällig geworden.

Ich ziehe also ganz formell meine gegebene Bereitschaft, für den Vorstand des Landesverband Bayern zu kandidieren, zurück.

Dies wird all diejenigen erfreuen, welche meiner Kandidatur nur wenig oder gar nichts Positives abgewinnen konnten und in meiner Zugehörigkeit in der Bundesarbeitsgemeinschaft für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien Probleme sahen.

Weiterhin mache ich hiermit den Vorschlag bzw. stelle den Antrag an den Vorstand des LV Bayerns, um eventuellen weiteren Schaden abzuwenden:

Offenlegen aller Fakten an die bayerischen Gruppen, welche den direkten Bezug zur Mitgliedschaft vom LV Bayern im BV haben und in Verbindung zum einstimmig gefassten Vorstandsbeschluss der Vertretung in beiden Bundesorganisationen stehen schnelle Einbeziehung der Gruppen bei der weiteren Entscheidungsfindung

Herzliche Grüße

Peter

Das nächste und letzte Mail:

Liebe Dagmar,

nachdem ich jetzt meinen Vorstand konsultiert habe, kann ich Dir die Stellungnahme des OV Bayreuth übermitteln.

Es wird festgestellt, dass in den Aussagen des Vorstandes vom Bundesverband nur eine Bestätigung zu finden ist: Es war absolut richtig, dass wir ausgetreten sind.

Ich möchte dies kurz begründen und führe an, dass wir in Bayreuth dringend seit Monaten auf die Antwort des LV Bayern warten, aus der hervorgeht, dass eine Wiederaufnahme möglich ist und der einstimmig gefasste Beschluss der Vorstandssitzung umsetzbar ist. Im ganzen Mail habe ich dazu keine Antwort gefunden und die Zeit drängt immer mehr.

Uns ist dieser Stil noch zur Genüge bekannt und zeigt uns an, dass der Bundesverband gar kein Interesse an den Problemen seiner Mitglieder, egal ob jetzt LV oder OV, hat.

Es wird hier nur in Form einer Einbahnstraße gearbeitet, von unten nach oben, zurück kommt nichts. Unserer Meinung nach ist hier ein Realitätsverlust im Vorstand des BV eingetreten, es wird eine Finanzierung erwartet, aber keine Gegenleistung erbracht. Das kann eigentlich nicht auf Dauer gut gehen.

Leider haben wir daher auch gar kein Verständnis mehr, dass dann von den Verbänden über finanzielle Engpässe geklagt und gejammert wird. Es ist eine Situation, welche hier selbst verschuldet ist und an der in keinster Weise zielgerichtet gearbeitet wird. Als Beispiel: Wenn das Geld denn wirklich so knapp ist, kann man eben nicht so protzig eine Geschäftsstelle mitten in Frankfurt unterhalten, welche immense Mittel verschlingt. Ein paar Nummern kleiner würde es auch tun. Die BAG kommt notgedrungen nur mit einem Bruchteil dieser Finanzmittel aus. Es geht halt nicht anders, auch wenn man es anders gerne hätte.

Wir stellen fest, dass auch der Hinweis von Astrid, der vorherigen 2. Vors. in Ihrer Stellungnahme, dass bei all den Problemen hier auch die Chance eines Neubeginnes gegeben ist, vertan wurde. Es blieb bei einer unreflektierten, eingefahrenen, ja einbetonierten Verhaltensweise des Bundesverbandes. Viele Probleme, welche in der Sitzung behandelt wurden und im Auszug des Protokolls auftauchen, sind auch nicht unbedingt neu. Mit denen leben die Gruppen und auch die Verbände gezwungenermaßen doch schon geraumer Zeit. Ein zielgerichtetes, in die Zukunft weisendes Vorgehen und prozessorientiertes Abarbeiten dieser Probleme mit ergebnisrelevanter Vorgabe wird vom BV scheinbar nicht für nötig erachtetet und allerdings von den Landesverbänden auch nicht mit dem notwendigen Nachdruck eingefordert. Hier sollten und müssen die großen Verbände eine so genannte Vorreiterfunktion erfüllen, was aber nicht zu erkennen ist. Somit haben die LV´s ein gewisses Maß an Verantwortung an der Misere mitzutragen.

Für uns bleibt wahrscheinlich deshalb die Möglichkeit, in den LV Bayern zurückzukehren auf Grund dieser Entwicklung verschlossen. Wir bedauern dies sehr, da hier nur noch ein großes Wunder und wer glaubt schon daran, dieses umändern kann. Leider!!!!

In der Bibel steht, dass eher ein Kamel durch ein Nadelöhr passt, als dass ein Reicher in den Himmel kommt.

Für uns abgeleitet heißt dies, eher würde ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen, als dass der Bundesverband sich so bewegt, dass der OV Bayreuth kurzfristig wieder Mitglied im LV werden kann und eine LAG Bayern für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien e.V. nicht gegründet werden muss.

Herzliche Grüße

Mein Schreiben zur Niederlegung meines Amtes

An den Vorstand

PFAD für KINDER

Landesverbandes Bayern e.V.

Liebe Dagmar,

ich beziehe mich auf die letzte Vorstandssitzung des LV Bayern und teile hiermit verbindlich mit, dass ich auf eine erneute Kandidatur verzichte.

Weiterhin lege ich auch mit sofortiger Wirkung mein Amt als Beisitzer im Vorstand des Landesverbandes Bayern nieder.

Begründung:

Vor über einem Jahr ist Bayreuth aus dem LV ausgeschieden. Trotz mehrmaliger Anfragen bekam der OV Bayreuth bis heute keine definitive Antwort bezüglich der Rückkehr in den LV.

Ab Jan. 06 sind wir jetzt Mitglied in der neugegründeten lagKiAP in Bayern.

Meine bisher gewahrte persönliche Neutralität als Beisitzer im Vorstand des LV wurde nur dazu genutzt, Zeit zu verspielen. Es wurde keine Veranlassung gesehen, eine Abspaltung zu verhindern. Ich sehe daher keine Veranlassung mehr, mich an meine Neutralität zu halten und werde zukünftig meine Zeit und Kraft weiterhin in das Wohl der Kinder, in die Arbeit zur Erhaltung des Erreichten und zur Verbesserung im Bereich des Adoptiv- und Pflegekinderwesen stellen.

Die lagKiAP wurde im Oktober 2005 gegründet.

Die Information der Gruppen und Ortsvereine hat sich trotz Anfragen, Bitten und eines Antrages nicht dahingehend geändert, dass die Gruppen und Vereine in Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden. Meiner Kenntnis nach ist bezüglich der Spaltung des BV und Abspaltung im LV Bayern mit Gruppenneugründung nur der Vorstand ausreichend informiert, die Leitungen der Gruppen und Ortsvereine hängen in der Luft, sie bekommen es einfach nicht mit.

Die lagKiAP hat begonnen, per Internertauftritt hier eine offene Informationspolitik zu betreiben.

Bis heute liegt auch noch keine Aussage darüber vor, wie zukünftig kooperativ und zum Wohle unserer anvertrauten Kinder das Ehrenamt der Vereinsarbeit im Bereich des Adoptiv- und Pflegekinderwesens zielgerichtet und ergebnisorientiert gestaltet werden kann.

Ab sofort wird hier die lagKiAP alleine tätig werden.

Mit freundlichem Gruß

Peter Gräbe

Bayreuth, den 30. Januar 2006

Ganz zum Schluss möchte ich alle ermuntern, sich dem Gedanken des Pflegekinderwesens weiterhin zu verschreiben, denn diese Kinder brauchen unsere mit aller Kraft geleistete Hilfe. Wir haben große Verantwortung für diese Kinder übernommen und die Menschen, welche als Eltern sich zur Verfügung stellen, haben das Recht, aus der Verbandsebene jegliche Information und Hilfen zu bekommen.

Es ist unser Auftrag, dies so gut als möglich zu gewährleisten.

Wichtiger jedenfalls als Mitarbeiter der Jugendämter zu schulen.

Wer noch nähere und ausführlichere Informationen haben möchte, kann sich gerne an uns wenden.

Für Interessenten an einer Mitgliedschaft:

Minimal Kosten: 11 Euro im Jahr (lag und bag), mit Zeitschrift (Paten) 21,– Euro.

Ihr Peter Gräbe

lagKiAP Bayern (Vors.)

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