L A G - Bayern für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien

Unsere Kinder brauchen eine starke Lobby!

Wir bitten deshalb um Ihre Unterstützung!


Bereits seit Jahren gibt es Forderungen von den verschiedensten politischen und gesellschaftlichen Organisationen und Institutionen – unter anderem auch von der UN – nach einer verbindlichen und unabhängigen Fachaufsicht für Jugendämter in Deutschland.

Wir möchten diese, aus unserer Sicht mehr als berechtigte Forderung mit dieser  Aktion beleben, damit Kinder in unserem Staat verlässlicher geschützt werden. Denn  unsere Jugendämter werden der hohen Verantwortung als Hilfs-, Schutz- und Wächteramt oft nicht gerecht.

Als ein besonderes Problem stellt sich dabei die Selbstverwaltungs- und autonome Kontrollstruktur dieser Ämter heraus, deren Mitarbeiter über keine ihrer Entscheidungen und Handlung durch übergeordnete Stellen kritisch hinterfragt und gegebenenfalls sanktioniert werden. Damit ist ein verantwortungsvolles Handeln, einzig orientiert am Wohle des Kindes, abhängig vom jeweiligen fallführenden Sachbearbeiter und dessen unmittelbaren Vorgesetzten. So sind dem „Allmachtsdenken“ und der Willkür nicht selten Tür und Tor geöffnet!

Die Berichte über geschädigte und leider auch zu Tode gekommener Kinder  in den Medien häufen sich, obwohl das Jugendamt sich der betreffenden Familie bereits angenommen hatte.

Immer öfter gibt das Jugendamt die Arbeit an freie Träger der Jugendhilfe ab, die auch nicht nach einheitlichen Richtlinien fachlich begleitet und überwacht werden. Auch dieser Mangelzustand führte in der Vergangenheit immer wieder zu eklatanten Fehleinschätzungen, deren Leidtragende immer Kinder waren, die unter der Obhut dieser Institutionen standen.

Aufgabe und gesellschaftlicher Auftrag aller Jugendämter in der Bundesrepublik ist es nach der Gesetzgebung der Bundesrepublik Deutschland – dem Sozialgesetzbuch VIII, das „körperliche, geistige und seelische Wohl von Kindern zu schützen, wo immer es nötig ist“ und wie es der § 1666 BGB ausdrücklich vorgibt.

Die Erfüllung dieser Aufgabe ist immer abhängig von den Menschen, die mit diesem Auftrag betraut sind. Von ihnen, von ihrer Qualifikation und von ihren empathischen sowie kommunikativen Fähigkeiten hängt es ab, wie gut diese Schutzaufgabe durch die einzelnen Jugendämter erfüllt wird.

Wie oft erleben wir es, dass Kinder ohne zwingende am Kindeswohl orientierten Gründen aus ihren natürlichen oder „sozialen“ Familien genommen werden. Dies geht immer mit traumatischen Abbruchserfahrungen und Vertrauensverlusten bei den betreffenden Kindern einher. Mit gravierenden und nicht wieder gut zu machenden Folgen für die psychosoziale Entwicklung dieser Kinder.

Aus unserem Erleben heraus stellen wir fest, dass Pflegeeltern, die als die „sozialen“ Eltern#, die die Nöte der Kinder täglich erleben, von fachlich wenig qualifizierten Mitarbeitern in Jugendämtern oft als klammernd und besitzergreifend dargestellt werden. Dabei werden sie nur ihrer Verantwortung gegenüber ihren Schutzbefohlenen gerecht und geben lediglich wahrheitsgemäß aus eigenem Erleben weiter, was das Kind ihnen durch Verhalten oder Worte mitteilt.

Nachbarn, Schulen, Kindergärten werden nicht ernst genommen bei ihren eindringlichen Meldungen von vermuteten Kindeswohlgefährdungen. Die Folge dieses ignoranten (Nichts)Tuns: Das Kind bleibt weiterhin in seinem gefährdenden Umfeld, weil Meldungen als: „Die Leute wollen der Familie nur eins auswischen“ oder „Aber so etwas passiert doch nicht in  d i e s e r  Familie – das kann nicht sein!“  eingestuft werden.

Die Entscheidungshoheit und damit auch die „Macht“ der einzelnen Jugendämter in der Bundesrepublik gelten zurzeit leider noch als unantastbar. Worte einzelner Behörden-Mitarbeiter wiegen mehr als die der „normalen“ Bürger. Leider auch zu erleben in so mancher Gerichtsverhandlung, wie die von uns betreuten Fälle zeigen.

Wenn Mitarbeiter eines Jugendamtes Entscheidungen zum Nachteil eines Kindes begehen, müssen sie kaum mit einer Strafe rechnen.  Noch nicht einmal dann, wenn ein Kind stirbt. Ein Beispiel dafür:

Hamburg: Das tote 9-monatige Baby Lara Mia, das unter den Augen des Jugendamtes an Unterernährung starb, kostet die zuständige Sozialarbeiterin 2.700,- Euro Strafe. Ein sehr geringer „Preis“ für ein Kinderleben, für das man als Jugendamt die Verantwortung trägt und die man sträflichst vernachlässigt hat.#

Oftmals werden dann vorherrschende Zeitnot und die vielen zu bearbeitenden Fälle als Begründung genannt. Gegen dieses Argument spricht jedoch die Zeit, die  ein Mitarbeiter eines Jugendamtes durchaus bereit ist aufzubringen, wenn er leiblichen Eltern oder Pflegeeltern unberechtigt Dinge unterstellt.  Hier wird akribisch nach Gründen gesucht, die eine getroffene Entscheidung nachträglich faktisch untermauern können bzw. die engagierte Eltern, Pflegeeltern, aber auch wachsame Mitbürger als wenig glaubwürdig oder überreagierend brandmarken und so mundtot machen.

Deshalb fordern wir eine Stelle, bei der man sich über zweifelhafte Handlungsweisen eines Jugendamtes beschweren kann. Bisher bleibt nur der Weg, Klage einzureichen, was oftmals eine hohe Hürde ist, Überwindung kostet und oftmals zu langwierig ist. So manches Kind kann bereits ernsthaft geschädigt, wenn nicht sogar tot sein, bis die Klage verfolgt und kindeswohlentsprechend Recht gesprochen wird.

Wir fragen uns deshalb:

Was nutzt das beste Wächteramt, wenn es unzureichend und nachlässig ausgeübt wird. Wenn die Arbeit an „Freie Träger“ abgegeben wird, ohne dass das  verantwortliche Jugendamt kontrolliert, ob die abgegebene Arbeit ordentlich und gesetzeskonform ausgeführt wird?

Viele Eltern und Pflegeeltern, Fachkräfte aus Kinder- und Jugendmedizin, Erziehung und Pädagogik, aber auch Mitmenschen, die mit Kindern in einem Haus oder einer Gemeinschaft zusammenleben, wissen aus eigener Erfahrung, wie es ist, „seinem“ zuständigen Jugendamt ausgeliefert zu sein.

Vor allem die gefühlte und real existierende Hilflosigkeit gegenüber Behörden-entscheidungen lässt uns nicht ruhen! Insbesondere dann, wenn keine geforderte Hilfe geleistet wird oder man sieht, dass trotz mehrerer Meldungen nichts zum Schutz eines Kindes getan wird.

Wir fordern eine Stelle, die politisch und rechtlich legitimiert Weisungsbefugnisse gegenüber den Jugendämtern übertragen bekommt, ohne  der einzelnen Kommune anzugehören. Dabei sollte diese Stelle in der Lage sein SOFORT etwas zu unternehmen, ohne dass man auf einen Verhandlungstermin warten muss, wie es bei Gericht der Fall ist.

Wir bitten Sie, uns bei unserem dringenden Anliegen zu unterstützen.

Bitte füllen Sie das für sie zutreffende Formular mit ihrem Erlebnis aus, welches Sie mit einem Jugendamt erfahren mussten und dessen Handeln aus Ihrer Sicht zum Nachteil eines Kindes geriet.

Wir möchten damit unsere Schreiben an die Entscheidungsträger der involvierten Ministerien und an den Bundestag mit unserer Forderung nach einer fest in unser Rechtssystem etablierten Fachaufsicht über die Jugendämter belegen.

Vor dem Absenden des Formulars überlegen Sie jedoch auch, ob das Jugendamt vielleicht doch rechtens gehandelt hat. Denn Ihre Formulare sind unsere Argumente, die einer Überprüfung standhalten müssen.

Mit Übersendung des Formulars erhalten wir Ihre E-Mail-Adresse, die wir vertraulich behandeln. Im Falle von Rückfragen werden wir uns über diese E-Mail-Adresse an Sie wenden.

Haben Sie bitte den Mut, hinter Ihrem Bericht zu stehen.


Wir brauchen SIE!!!!


   Die Kinder Deutschlands brauchen SIE!!!!!!                       >>> Zum Formular <<<

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